Zeltlager 2008

Jugendzeltplatz Christophshof / Bad Wildbad

Nach einigem Hin und Her entschieden wir uns doch dazu, wieder ein Zeltlager anzubieten. Noch bis zum letzten Tag war es unklar, ob das Lager wirklich stattfinden würde. Es fing bereits mit der Frage an, welche Leiter mitkommen könnten. Einige Leiterinnen waren auf Studienfahrt, Julian auf Dienstreise in Genf und Anika hatte noch einige wichtige Unterrichtsstunden vorzubereiten. Doch das ließ sich alles einrichten und so trafen wir uns am Freitagnachmittag am Entenfang, um von dort mit der S-Bahn in Richtung Bad Wildbad zu fahren. Das schwülwarme Wetter machte uns allen zu schaffen, doch auch die Vorwarnungen auf ein starkes Unwetter am Abend trübten unsere Stimmung nicht, und so stiegen 27 Ministranten mitsamt Gepäck in die Bahn, dem Abenteuer entgegen.

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Jugendzeltplatz Christophshof bei Bad Wildbad

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Bad Wildbad kam immer näher und der Himmel wurde zusehends dunkler. Leichter Regen setzte ein und von weitem hörte man bereits den ersten Donner. Hektisch sprangen wir aus der Bahn und rannten zu unserem Bus, um nicht lange im Regen stehen zu müssen, was uns allerdings eine Isomatte kostete. Da wir noch nicht sicher waren, ob wir überhaupt die erste Nacht im Zelt würden verbringen können, war dieses Problem für uns erst einmal zweitrangig.

Im Gegensatz zu unseren bisherigen Zeltplätzen hatte der Jugendzeltplatz Christophshof neben sanitären Anlagen auch eine kleine überdachte Hütte, in die wir uns gleich nach der Ankunft flüchteten. Zu unserem Glück hörte es kurz danach zu regnen auf und wir beschlossen, in der doch ziemlich nassen Wiese die Zelte aufzuschlagen. Schnell wurde klar, dass das nicht so einfach ging wie erhofft: teilweise fehlten Stangen oder passende Böden, doch am Ende konnte jeder in seine neue Behausung einziehen, und sogar das schwierig aufzubauende Leiterzelt stand.

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Zeltaufbau

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Komplizierte Aktion: der Aufbau des Leiterzeltes

Die Spaghetti mit Tomatensoße zum Abendessen aßen wir aber doch vorsichtshalber in unserer Hütte. Anschließend blieb noch Zeit zum Spielen und als es dunkel wurde, hatten die Teilnehmer eine ganz besondere Aufgabe zu bewältigen: sie schlüpften in die Rolle einer Bootscrew, die auf hoher See versuchen musste, verschiedene Häfen anzufahren und damit Punkte zu sammeln. Die "hohe See" wurde perfekt vom nassen, kniehohen Gras der Wiese simuliert. Einige der Schiffe gerieten sogar in Seenot und als alle erschöpft waren, war es Zeit zum Schlafengehen.

Doch nachts hörten die Leiter plötzlich ein Klopfen an ihrem Zelt und kurze Zeit darauf ging ein ohrenbetäubendes Feuerwerk los. Ein Blick auf die Uhr erklärte den Radau: Mitternacht war bereits vorüber und Anika hatte Geburtstag. Ihr Freund und ihr Bruder kamen für einen Überraschungsbesuch vorbei, um ihr zu gratulieren. Neben dem Feuerwerk war ein weiteres Geschenk ein großes Lagerfeuer, nachdem unseres in Ermangelung von trockenem Holz ausfallen musste. Die Zelttüren wurden geöffnet und einige Minis kamen verschlafen aus ihren Zelten, andere schauten aus dem Schlafsack heraus zu und wieder andere schliefen einfach weiter.

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Lagerfeuer mit Feuerwerk

Pünktlich um 8 Uhr am Samstagmorgen begann der Tag mit einem ausführlichen Frühstück an der Lagerfeuerstelle. Die Sonne schien und auch nachts war es trocken geblieben, das Wetter spielte mit und so machten wir uns auf zu einer Wanderung. An einer Wegkreuzung fanden wir jedoch seltsame Zeichen und da wir keine feste Wanderung geplant hatten, folgten wir den Zeichen. Nach einiger Zeit fanden wir beschriebene Flugzeugpapiere aus einem russischen Flugzeug. Dabei handelte es sich wahrscheinlich um die Maschine, die auf Grund des Gewitters am Tag zuvor abgestürzt und unauffindbar war. Anscheinend hatte diese eine wertvolle Ladung gehabt. Und wirklich, zuerst fanden wir eine Schatztruhe, die sich aber partout nicht öffnen ließ, obwohl wir ungefähr elf Schlüssel fanden (...den richtigen haben wir irgendwo im Wald übersehen…upps).

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Auf Schatzsuche...

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Gegen Nachmittag zog der Himmel zu und es fing leicht an zu nieseln. Nachdem wir schlussendlich doch noch drei Goldbarren fanden, machten wir uns schnell auf den Rückweg zum Zeltplatz. Kaum zwei Minuten in Sicherheit ging das Unwetter auch schon los, die nächste Stunde verbrachten wir in unserer Hütte. Ab und zu rannte ein panischer Leiter auf die Wiese, um zu schauen, ob die Zelte schon weggeschwommen waren, doch oh Wunder: sogar das nicht imprägnierte Leiterzelt hatte dem Regen standgehalten. Nun war die Zeit knapp, 17 kg Kartoffeln mussten gekocht und geschält, Würstchen gekauft und gebraten und der Grießbrei aufgesetzt werden. Doch mit kräftiger Unterstützung aller kam das Essen rechtzeitig auf den Tisch. Danach ließen wir den Tag mit Stockbrot und Gesang am großen Lagerfeuer ausklingen.

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Lagerfeuer

Auch in dieser Nacht konnten die Leiter nicht durchschlafen. Nachts um drei weckte Anika uns und berichtete, sie habe Hilferufe gehört. Aus einem der Zelte war ein Kind verschwunden und gemeinsam mit den älteren Jungs und den Mitbewohnern des Vermissten machten wir uns auf die Suche. Seltsamerweise entdeckten wir auf der Wiese Lichter, die uns den Weg zur Hütte leuchteten, in der wir Christian fanden und aus den Händen einer Gruppe Kidnapper befreien konnten. Letztendlich stellte sich heraus, dass Jan mit einigen Pfadfindern dahinter steckte.

Am Sonntagmorgen wurden wir wieder mit der Sonne wach, die den Zeltplatz in ein friedliches Licht hüllte - nichts erinnerte mehr an die Aufregung in der Nacht. Das Zeltlager war fast vorüber. Nun mussten nur noch die Zelte abgebaut und der Zeltplatz einigermaßen ordentlich hinterlassen werden. Dazu diente unsere altbewährte Müllkette. Nach einer letzten Feedbackrunde mit anschließendem Minigebet stiegen wir wieder in die Bahn zurück nach Karlsruhe, wo uns unsere Eltern schon erwarteten und gespannt auf unseren Bericht warteten.

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Gruppenfoto

PS: Die Leiter allerdings fuhren erst noch nach St. Konrad, um dort die Zelte auf dem Kirchplatz säubern und trocknen zu lassen, um diese dann wieder zu verpacken und in den Verschlag zu räumen. An dieser Stelle auch vielen Dank an die Pfadfinder für das Ausleihen einiger Zelte, unsere eigenen haben nämlich anzahlmäßig nicht ganz ausgereicht.

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Trocknen der Zelte auf dem Kirchenvorplatz

Bericht: Christina Bayer

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