Das Wetter war gut (noch...), weshalb wir zum Badesee Ried im Tal fahren wollten! Der Bus wollte uns an der Wallfahrtskirche Kaltenbrunn abholen, also machten wir uns an den Abstieg. Der schmale Weg (besser: Trampelpfad) ins Tal war dann selbst unserem wanderbegeisterten Oberministranten ein wenig zu zugewachsen und zu überflutet von einem Gebirgsbach. Nachdem wir über drei weitere Bäche einigermaßen trockenen Fußes balanciert waren, bewunderten wir die Wallfahrtskirche mit der prächtig geschmückten Maria in der Mitte. Die Kirche war direkt am Hang gebaut, so dass eine der beiden Seitenwände nicht senkrecht nach oben, sondern schräg dem Berg folgend gebaut war.

Wallfahrtskirche Kaltenbrunn
Am Badesee gab es viele Möglichkeiten zum Zeitvertreib: neben Spielplatz, großen Wiesenflächen (für uns inzwischen ungewohnt: eben, nicht schräg) konnten wir zu einer Insel und auch zu einem Ponton mitten im See schwimmen. Besonders beliebt war die Riesenrutsche! Zeitgleich mit dem Bus kam auch unser Begleitfahrzeug an, so dass wir nach einiger Zeit Badespaß uns vor Ort auf Brot, Käse, Wurst und Gemüse stürzen konnten.

Badesee Ried

Als der Oberministrant nach dem Essen der Meinung war, bei der Hitze täte etwas Sonnencreme ganz gut und sich gerade halb eingecremt hatte, machte ihn eine Gruppenleiterin auf das Donnergrollen im Hintergrund aufmerksam (kein Witz). Tatsächlich, ein Gewitter zog auf, weshalb sofort ein Badeverbot ausgesprochen und hektisch zusammengepackt wurde. Als der Platzregen losging war Rietzler Reisen, unser Busunternehmer, freundlicherweise sofort bereit, einen Bus zu schicken um uns wieder auf den Kaunerberg zu fahren. Der kleine Bus konnte fast bis zum Wiesenhof hochfahren, so dass wir nicht sehr weit gehen mussten, es war glücklicherweise auch einigermaßen trocken. Später brach aber auch auf dem Kaunerberg das Gewitter in voller Stärke aus...
Zwar fand der Badeausflug ein jähes Ende, so blieb aber Zeit für eine längere Vorbereitung des Lagerabends - im Haus störte uns das Unwetter (bis auf diejenigen, die ihre Wäsche draußen zum Trocknen aufgehängt hatten) kaum. Wir konnten uns in Gruppen je einem Märchen zuteilen, das wir als Theaterstück eines bestimmten Film-Genres einstudieren sollten. Zudem galt es, mehrere Begriffe, einen Gegenstand und ein Lied mit einzubauen, die per Zufall zugeteilt wurden. Zur Auswahl standen folgende Märchen:

Die goldene Gans

Rotkäppchen
Außerdem:

Rumpelstilzchen

Bremer Stadtmusikanten
Am Abreisetag packten wir nach dem Frühstück unsere Sachen zusammen und putzten die beiden Häuser komplett durch. Es blieb sogar noch etwas Zeit, einige Lieder zu singen und eine Abschlussrunde zu machen! Für die Rückfahrt gab es eine gute und eine schlechte Nachricht: es war nur noch ein 50-Sitzer-Bus verfügbar, was natürlich den Vorteil hat, dass 30 Minis darin eine Menge Platz haben. Allerdings kann ein so langes Gefährt nicht hoch bis zum Wiesenhof fahren, so dass wir bis zur Wallfahrtskirche Kaltenbrunn laufen mussten. Diesmal wanderten wir aber auf der Autostraße und nicht auf dem schmalen Trampelpfad wie am Donnerstag (siehe oben). Das wäre angesichts der Regenfälle noch viel abenteuerlicher geworden...

Gepäcktransport nach Kaltenbrunn
Natürlich schleppten wir unser Gepäck nicht bis Kaltenbrunn, sondern luden wieder alles in unser geräumiges Mercedes-Begleitfahrzeug (an dieser Stelle vielen Dank an Herr Hoffmann und S&G für den Verleih!), das in der Tat nicht viel kleiner hätte sein dürfen. Bei Kaltenbrunn gab es dann ein kleines Mittagessen, bevor der Reisebus uns ohne größere Störungen zurück nach Karlsruhe brachte. Mehr Pech hatte Julia, die uns dankenswerterweise in der Küche unterstützt hatte. Mitten auf dem Fernpass, einer kurvigen, vielbefahrenen Straße über die Berge, brach ihr Auspuff halb ab - wahrscheinlich wegen der schlechten Wege auf dem Kaunerberg. Zum Glück war der Obermini im Materialfahrzeug direkt dahinter, so dass er mit einer Zange aus der Medienkiste den Auspuff ganz abmontieren konnte, während die drei Mädels dabei zuschauten. Mit "etwas" satterem Sound und dem Auspuff im Kofferraum statt untendran ging es dann zurück nach Karlsruhe, wobei die Autofahrer trotz Panne nur kurz nach dem Bus in St. Konrad ankamen.

Auspuffdemontage auf dem Fernpass