Winterlager 2005

Oberes Gaistal, Bad Herrenalb

Freitag

Eine Woche vor Beginn des Wochenendlagers bekamen wir von der Hausverwaltung, die Info, dass im oberen Gaistal der Winter so extrem wie seit zehn Jahren nicht mehr war. Da unser Lagerhaus, die Rudolf-Plank-Hütte, lange Zeit nicht mehr bewohnt gewesen ist, fuhr der Oberministrant schon Freitag morgens mit einem 30kg schweren Rucksack voller Brennholz und einer Schaufel bewaffnet mit der S-Bahn in den Schwarzwald. Um überhaupt ins Haus zu gelangen, war eine Stunde Schneeschippen angesagt, bis endlich ein Weg durch den Neuschnee zu dem allein gelegenen Haus angelegt war.

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Im Haus hatte es -3° Celsius, die Wasserversorgung war dementsprechend abgestellt - sogleich wurde aber der Kamin angeworfen und das mitgebrachte Holz verheizt. Etliche Stunden später waren es dann 20°C im Aufenthaltsraum, so dass es die gegen 18:00 Uhr eintreffende Gruppe doch einigermaßen gemütlich hatte und das Wasser angestellt werden konnte.

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Das Thermometer im Aufenthaltsraum beim Betreten des Hauses...

Nachdem die 17 Minis ihre Zimmer bezogen hatten gab es Abendessen. Den Abend gestalteten wir mit sage und schreibe einem Kennenlernspiel (da sich die allermeisten ja kannten) und einer gemütlichen Runde mit Spielen, Gitarre und Gesang. Leider war es im oberen Stockwerk auf den Zimmern noch nicht so warm geworden, so dass wir uns des Nachts in die Schlafsäcke einrollen mussten.

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"Wer bin ich?"

Samstag

Zum Verdruss der Leiter waren am nächsten Morgen alle schon vor dem offiziellen Wecken wach - obwohl es am Abend vorher durchaus etwas später wurde! Nach dem Frühstück mussten wir erst einmal ein bisschen arbeiten: Kartoffeln fürs Mittagessen schälen und Holz für die zwei Tage sägen und spalten. Nach einer halben Stunde im Freien mit Schneeballschlacht und der Extremsportart Im-hüfthohen-Neuschnee-den-Hang-hochklettern waren alle erst einmal nass, so dass wir uns erst nach der mittäglichen Stärkung mit Kartoffelsalat und Frikadellen wieder aus dem Haus wagten.

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Weiter ging's mit der Schneeolympiade, bei der die Jungs gegen die Mädels in mehreren Disziplinen antraten. Dazu zählten Schneeball-Weitwurf, Schneeball-Zielwurf, Schlitten-mit-ausgestrecktem-Arm-heben, und das wettkampfmäßige Schneeturmbauen. Eine weitere Aufgabe war es, möglichst schnell zwei in einem abgegrenzten Bereich vergrabene Schokoladentafeln auszugraben (die natürlich anschließend gegessen werden durften). Um es kurz zu machen: am Schluss stand es 5:1 für die Mädels...

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Schlitten heben

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Schneeturmbau auf Zeit

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Anschließend machten wir uns auf zum Rodelhang an der Talwiese. Nach kurzer Zeit fanden wir heraus, dass das letzte Stück der Bahn das steilste war und dass man dort auch problemlos auf Mülltüten hinunter rutschen konnte, was erstaunlicherweise weitgehend unfallfrei ablief. Dort blieben wir bis die Sonne unterging.

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Auf der Talwiese

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Auch mit Mülltüten kann man schnell unterwegs sein...

Sonntag

Am Sonntag Morgen war es draußen sehr ungemütlich: Schneesturm und niedrige Temperaturen. Viel Neuschnee war gefallen, so dass der Weg ums Haus herum erneut freigeschaufelt werden musste. Deshalb blieben wir im Warmen und spielten begeistert Tabu und Uno mit verschärften Regeln. Da es der letzte Tag war mussten natürlich auch die Zimmer aufgeräumt und gefegt werden. Unser Begleitfahrzeug war völlig eingeschneit, glücklicherweise blieben wir aber nicht wie befürchtet im Schnee stecken.

Die Gruppe hatte aber weniger Glück: trotz Schneeketten hatte der Linienbus 10 Minuten Verspätung, so dass wir unsere Anschlussbahn in Bad Herrenalb verpassten und eine halbe Stunde später als geplant wieder bei St. Konrad ankamen.

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