Der Freitagvormittag stand ganz im Zeichen eines unbeugsamen gallischen Dorfes, das den Römern erbittert Widerstand leistet: im Rollenspiel hatten die Minis die Aufgabe, für Obelix, der sich plötzlich sehr schwach fühlte, Zaubertrank zu organisieren. Leider war der Druide Miraculix, der sonst den Zaubertrank braut, vollkommen verzweifelt, weil er das Rezept nicht mehr hatte. Nur der Häuptling Majestix wusste, was mit dem Rezept passiert ist. Nachdem sich die Teams bei Majestix' Frau Gutemine erkundigt hatten, dass ihr Mann immer mit dreimaligem "O Majestix" angeredet werden will und andernfalls keine Auskunft gibt, erfuhren sie, dass das Rezept geklaut worden ist.

Im Gespräch mit Majestix
Nachdem die Minis vom Römer erfahren hatte, dass der Pirat den Ort des Rezepts kennt, suchten sie diesen am Bach auf. Der Pirat bot sein Wissen aber nur gegen einen Fisch an, und den verkaufte der Fischhändler Verleihnix nur gegen römisches Geld. Aus dem schrecklichen Gesang des Barden Troubadix erfuhren die Teams, dass Majestix Geld hat. Dieser gab den Gruppen für einen vorgespielten Witz großzügig ein 10-Denare-Stück, das wiederum bei Troubadix gegen ein passendes 5-Denare-Stück gewechselt werden konnte. Mit dem 5-Denare-Stück konnte endlich der Fisch gekauft und dem Piraten übergeben werden. Der Pirat gab den Teams daraufhin das Rezept für den Zaubertrank, über das sich Miraculix sehr freute.

Der Barde Troubadix und Obelix
Die Minis besorgten Miraculix daraufhin durch eifriges Herumfragen und Tauschen noch fünf weitere Dinge, die er für den Zaubertrank benötigte:
Schließlich konnte Miraculix den Zaubertrank brauen und Obelix davon zu Trinken geben, der den Minis mit einem Geschenk für ihre Leistung dankte. Anschließend suchten alle gemeinsam auf dem Gelände versteckte Hinkelsteine.

Die unbeugsamen Gallier + 1 Römer
[Von links nach rechts: Häuptling Majestix, seine Frau Gutemine, der Pirat, Obelix, Asterix, Römer, der Barde Troubadix, der Fischhändler Verleihnix, der Druide Miraculix]
Nach dem Mittagessen ging es erst einmal ans Aufräumen, denn der Müll musste noch werktags sauber getrennt zum Wertstoffhof gebracht werden. Danach begannen in verschiedenen Gruppen die Vorbereitungen für den Lagerabend. Die Teams, die vorzeitig fertig waren, hatten noch Gelegenheit den Staudamm am Bach hinter dem Haus zu erweitern.

Staudamm
Der Lagerabend begann traditionell mit Hawaii-Toast als Abendessen, gefolgt von den Lagernachrichten. Beim Lagerquiz wurde das Erinnerungsvermögen auf eine harte Probe gestellt: was gab es nochmal samstags zum Abendessen? Was war die DIN-Norm der Gullydeckel in Isny, die tags zuvor bei der Stadtrallye gefragt war?
Bei der anschließenden Zaubershow taten sich für das Publikum noch viel mehr Fragen auf, denn auf wundersame Weise tauchten Kugeln auf und verschwanden wieder, und von den drei Glöckchen klingelte immer genau das, von welchem man es nicht erwartet hätte. Die Magier hatten viele weitere Tricks auf Lager: Spielkarten entwickelten äußerst merkwürdige Eigenschaften, die Farbe von Gegenständen wurde durch eine Schachtel hindurch erkannt und vom Publikum ausgewählte Zahlen auf geheimnisvolle Weise erraten.

Das Rätsel der drei Glöckchen

Kartentrick
Dann waren die großen Mädels an der Reihe, sie hatten sich so einiges für die Leiter ausgedacht: einige von ihnen mussten spontan zum Thema "Mein Wellensittich tanzt Walzer" (oder so ähnlich, hab ich verdrängt...) ein Interview führen und dies gleichzeitig pantomimisch darstellen, andere eine heiße Diskussion um die Duschzeiten führen (wir hatten für die Teilnehmer nur eine Dusche) - und zwar nur mit Fragesätzen! Am härtesten traf es Julian, der für seine Schmink-Verweigerung am Montag (die Hände auf den folgenden Bildern sind von Martin) bitter bezahlen musste...

Einseitig aufgetragener Lippenstift...

...und nach dem "Zähne"putzen mit einer Haarbürste und Wattestäbchen in Mund und Nase
[Mitleidsbekundungen bitte an minis@merkertweb.de!]
Die fünfte Gruppe hatte eine richtige Tanzshow einstudiert, die sie als vorletzten Programmpunkt vorführte. Denn den Abschluss bildete das Abschiedsgeschenk für Martin, der ab Herbst auswärts studieren wird: seine bisherige Gruppenstunde hatte "Skandal im Sperrbezirk" auf ihn umgedichtet!! Hier zum Herunterladen: unsermartin.pdf | Musik

"Unser Martin"

Nach einen paar kleineren Spielen und einigen Liedern neigte sich der Lagerabend dem Ende zu, doch schon auf dem Weg ins Bett stellten wir merkwürdige Dinge fest: unsere Schuhe hatten sich wie von Geisterhand neu angeordnet, ohne dass jemand von uns Hand angelegt hätte...

Die Nachtruhe währte nur kurz, denn es war lautes Geschrei von den Mädels zu vernehmen: auf dem Hof vor dem Haus fuhr ein kleines, aber lautes Benzinauto mit einem Scheinwerfer obendrauf herum! Bei den Tischtennisplatten robbten vermummte Gestalten hin und her, und eine Gruppenleiterin konnte sich gerade noch vor den Angreifern ins Haus retten. Nach mehreren Attacken hatten wir uns soweit gesammelt, um einen Suchtrupp zusammen zu stellen. Dieser sah allerdings nur in der Ferne ein Auto verschwinden, es gelang nicht, dieses einzuholen. Nur der Benzingeruch des kleinen Flitzers lag noch in der Luft...
Eine Dreiviertelstunde später kehrte das große Fahrzeug zurück und konnte umstellt werden. Die zwei Vermummten im Auto ließen sich aber nicht zum Aussteigen bewegen, sie spielten lediglich mit dem Gaspedal und dem Autoradio...

Deshalb gaben wir die "Belagerung" nach einiger Zeit auf und stellten deshalb erst am nächsten Morgen fest, dass es sich bei dem Überfallteam um zwei ältere Minis aus St. Konrad handelte, die erfreulicherweise auch noch Süßigkeiten mitgebracht hatten!
Trotz der wegen des Überfalls verkürzten Nacht standen wir schon um 7:00 Uhr auf, denn bis 10:00 Uhr musste das Haus fertig geputzt sein! Bewaffnet mit Staubsauger und Putzeimer gingen wir an die Arbeit, und auch verstopfte Ausgüsse im Waschbecken konnten uns nicht stoppen. Rechtzeitig wurden wir fertig, so dass unser Bus um 10:15 Uhr abfahren konnte. Vom Bahnhof Röthenbach fuhren wir bis Lindau, wo wir das erste Mal umstiegen.

Umsteigen in Lindau
Inzwischen ziemlich routiniert befüllten wir das Gepäckabteil mit unseren Koffern. Auf der Weiterfahrt konnten wir immer mal wieder einen Blick auf den Bodensee erhaschen. In Friedrichshafen gab es wieder Vesper, so dass wir für die dritte Umsteigeaktion in Singen gut gerüstet waren. Mit fünf Minuten Verspätung, aber ohne einen Zug verpasst zu haben kamen wir nachmittags wieder am Karlsruher Hauptbahnhof an...

Unser Gepäck-Berg