Eine seltsame Zeichnung auf der Schatzkarte deutete darauf hin, dass irgendwer an der Ruine Blumenstein auf uns warten musste: ein Burgwächter! Getreu der Schatzkarte gruben wir zunächst ein Schwert aus, mit dem drei von uns den Kampf mit dem Wächter aufnahmen. Nach dreimaligem k.o. (natürlich seitens des Burgwächters) konnten wir die enge Treppe zur Burg hinaufgehen und die Schatztruhe suchen.

Kampf mit dem Burgwächter
Die mit zwei Schlössern gesicherte Truhe entdeckten wir auf einer Zinne der Burg. Schnell mussten die zehn alten Schlüssel durchprobiert werden. Schließlich fanden sich zwei von ihnen, die passten - vor uns lag der Schatz! Oben auf dem Turm der Ruine verspeisten wir den leckeren Inhalt der Schatzkiste.

Öffnen der Schatzkiste
Auf dem Rückweg kamen wir an einem Kletterfelsen vorbei, den einige von uns mit Hilfe unseres "Burgwächters" erklommen. Zum Glück ragten viele Wurzeln aus dem Gestein, so dass man sich sehr gut festhalten konnte.
Weiter unten im Tal besuchten wir das Haus und die Tiere unseres "Burgwächters" Jan. Auf dem Weg stellten manche den Ringelnattern nach, die entlang des Wegs zu finden waren. Die Pferde auf dem Hof riefen da gerade bei den Mädels deutlich mehr Begeisterung hervor - aber nicht nur bei denen, wie man auf dem Bild sieht. Anschließend durften wir beim Füttern der Hühner dabei sein, das probeweise Einfangen eines Huhns misslang allerdings.

Martin mit Pferd
Im Dorf machten wir an der einzigen Wirtschaft von Wengelsbach Halt, um uns mit einem Eis zu erfrischen (im Gegensatz zu den nächtlichen Temperaturen war es tagsüber richtig warm geworden). Zurück am Lagerplatz ruhten wir uns aus oder machten Holz für das abendliche Feuer, auf dem wir zunächst Würstchen grillten, was erstaunlich gut gelang. Zusammen mit dem Kartoffelsalat hatten wir so ein richtig gutes Abendessen auch unter Zeltlager-Verhältnissen.

Holz machen
Anschließend durfte jeder selbst kochtechnisch aktiv werden: Stockbrot klassisch direkt am Stock oder in Alufolie eingewickelt wurde gebacken. Im Laufe der Zeit riefen immer neue Kreationen mit eingebackener Schokolade und ähnlichem Begeisterung hervor. Mit Einbruch der Dunkelheit wurde wieder die Gitarre ausgepackt und kräftig gesungen.
Die Nachtwache nach unserer Lagerfeuerrunde verlief allerdings diesmal ruhig.

Stockbrot am Feuer
...war im Vergleich zum sonst üblichen Donnerbalken durchaus komfortabel!!!

Gleich nach dem Frühstück packte jeder seine Sachen, da wir ja nicht schon wieder einen Zug verpassen wollten. Nach dem Abbau der Zelte und dem unvermeidlichen Absammeln des Lagerplatzes ("Müllkette") fuhren wir mit den Rädern nach Bundenthal, das lange nicht so weit entfernt war wie Wissembourg. Nur sonntags fährt hier hin und wieder ein Bummelzug, der 13:00-Uhr-Zug war unserer. Allerdings hatte die deutlich kürzere Radtour ein Manko: zweimal Umsteigen war angesagt! Dank der Verspätung des zweiten Zuges, die uns gerade die dringend benötigte Umsteigezeit bot, kamen wir trotz allem pünktlich wieder am Bahnhof KA-Mühlburg an (schönen Gruß an die DB AG).
